Vorzeitiges Urteil im Prozess „Töten auf Verlangen“

Im Prozess um Tötung auf Verlangen hat das Landgericht Passau am Mittwoch das Urteil gesprochen: Die Angeklagte erhielt dabei eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten. Am Morgen des 23. August 2019 waren die Angeklagte und ihre Freundin mit dem Auto zum Rannasee gefahren, um dort ins Wasser zu fahren und gemeinsam Suizid zu begehen. Der Wagen aber blieb im Schlamm stecken. Ihre Freundin habe sie deshalb daraufhin gebeten, sie zu ertränken. Im Anschluss habe sie sich selbst das Leben nehmen wollen. Weil sie das dafür vorgesehene Messer nicht mehr gefunden hatte, griff sie auf Tabletten zurück. Ein Angler aber fand die Frau rechtzeitig und konnte ihr damit das Leben retten. Für die ertränkte Freundin kam jede Hilfe zu spät.